Britische Computerwissenschaftler entwickeln WLAN-Virus

wlanDie bequeme Datenübertragungstechnik WLAN ist weiter auf dem Vormarsch. Ob es Computer, Tablets,
Haushaltsgeräte, PKW´s oder Einkaufskörbe sind. Nahezu alle Nutzer verwenden die bequeme
Übertragungstechnik des WLAN. In den Städten gibt es tausende dieser Netzwerke. Gleichzeitig gibt
es tausende Möglichkeiten für Kriminelle die WLAN-Router anzugreifen. Diesen Umstand haben
Wissenschaftler der Universität Liverpool genutzt, um Monster-Virus "Chameleon" zu entwickeln.

 

Angriff entgeht Geschädigten

Die Antiviren-Software der Computer merken nichts von dem Angriff, da der Virus nicht den Rechner, sondern den Router eines WLAN-Netzwerkes befällt. Hier schleicht er sich in die Enstellungen des Routers und installiert eine eigene Firmware. "Chameleon" wird nur alle zwei Tage aktiv, und scannt dann den Bereich nach möglichen weiteren WLAN-Netzwerken um sich auszubreiten, oder manche, um Angriffe auf Verbundene Netzwerke zu starten. Besonders gefährdet sind hier die öffentlichen Netzwerke wie beispielsweise die an Flughäfen oder Bahnhöfen.

Rate ungeschützter Netzwerke hoch

Die Wissenschaftler der Liverpooler Universität haben durch "wigle.net" ermitteln lassen, wie hoch die Anzahl der Drahtlosnetzwerke in Ballungszentren wie Belfast oder London sind. In London waren es naheze 100.000 WLAN-Netzwerke, wovon 43 Prozent üngenügen oder gar nicht gesichert waren. In Belfast waren es 36 Prozent von nahezu 15.000 Routern. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Zahlen auch auf andere Großstädte übertragen lassen. Hätten die Forscher in böser Absicht handeln wollen, kann man das Ausmaß der Schäden erahnen. Einzelheiten der Forschungsergebnisse teilten die Forscher nicht mit, um keine Anleitung für wirklich Kriminelle zu lieferen. Jedoch wollen sie nun auf der Basis ihrer Forschungsergebnisse Verfahren und
Techniken entwickeln, die künftig verhindern das Viren wie "Chameleon" auf WLAN-Netzwerke
zugreifen können.

Zusätzliche Informationen

Ihr eigenes Stadt-/Infoportal