Wenn die Wanze in die Betten zieht - Bettwanzen auf dem Vormarsch

Bettwanze CouchSeit den 90er Jahren nimmt der Bestand der kleinen Parasiten wieder deutlich zu. Nicht nur in Hotels und Pensionen, sondern auch in den eigenen vier Wänden tauchen sie immer öfter auf. Die Bettwanzen sind auf dem Vormarsch. Die kleinen Blutsauger sind nachtaktiv und bedienen sich in dieser Zeit an den schlafenden Menschen. Über Tag verkriechen sie sich wieder in ihren Verstecken und bleiben unbemerkt, bis sie in der nächsten Nacht in deutschen Betten wieder zuschlagen.

In den meisten Fällen bemerkt der Mensch einen Biss der Bettwanze nicht einmal, bis sie dann durch eine juckende Hautentzündung auf sich aufmerksam machen.

Wie Bettwanzen in die Wohnung kommen

Ein Urlaub kann schon ein Risiko sein. Der kleine Parasit versteckt sich in dem Reisegepäck und schon hat man ihn in der eigenen Wohnung. Gebrauchte Möbel, Teppiche oder Bilder können die Tiere in die eigenen vier Wände "transportieren". Bettwanzen lieben Vogelnester als Brutstätte. Meist sind die Nester in Giebeln oder auf offenen Dachböden. Da die Bettwanzen auch an Hauswänden entlang krabbeln können, gelangen sie auch oft auf diesem Wege in die Wohnung. Tagsüber verstecken sie sich dann gerne in Betten, Sofas, Lichtschaltern, Gardinenvorrichtungen, und in diversen Spalten und Ritzen.

Bettwanze SticheWas sie anrichten können

Der Stich eine Bettwanze bleibt meist unbemerkt, da der Speichel eine betäubende Wirkung hat. Durch diesen Speichel kann jedoch ein tagelanger lästiger Juckreiz entstehen. In manchen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen wie Nesselsucht oder Asthmaanfällen kommen. In sehr seltenen Fällen war ein anaphylaktischer Schock die Folge. Sie ernähren sich ausschließlich vom Blut ihrer Opfer, wobei der Saugvorgang bis zu zehn Minuten dauern kann.

Bekämpfen der Bettwanzen

Sind die eigenen vier Wände von den Bettwanzen erst einmal befallen, ist dringend anzuraten einen geprüften Schädlingsbekämpfer zu beauftragen. Keinesfalls sollte man den Kampf alleine aufnehmen, da für die Bekämpfung Pestizide unvermeidlich sind. Wenn man jedoch auf Pestizide in seinen Wohnräumen verzichten möchte, besteht auch die Möglichkeit große Wärme oder eisige Kälte anzuwenden. Temperaturen von 60 Grad Celsius, und das über die Dauer von etwa 30 Minuten, töten die kleinen Parasiten mitsamt ihren Eiern ab. Im Fachhandel gibt es spezielle Öfen, die für derartige Hitze in den Räumen sorgen können. Kleinere befallene Gegenstände kann man tiefgefrieren. Die Gegenstände für ein paar Tage bei mindestens -18 Grad Celsius in der Truhe lagern und der Spuk ist dort ebenfalls vorbei. Vorher sollte man die Gegenstände jedoch in eine Folie wickeln und abkleben. Wichtig ist jedoch die Nachkontrolle. Oft ist es notwendig, diese Maßnahmen mehrmals zu wiederholen.

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