Die Tücken der Wattwanderung – Nordfriesland beklagt ersten Toten

Watt NordseeDas Jahr 2014 hat kaum begonnen. Schon musste der erste Tote im Watt geborgen werden. Zusammen mit seiner Frau und seinem Hund war der Bonner am ersten Tag des Jahres zu einer Wattwanderung gestartet. Während der Wanderung im Watt vor St. Peter Ording wurden die zwei offensichtlich von der Nordsee überrascht. Die Umstände des Unglücks sind jedoch noch völlig unklar. 

 

Retter stehen noch vor einem Rätsel 

Die Frau wurde gegen 16 Uhr völlig erschöpft am Strand gefunden. Feuerwehr und DLRG haben mit Hundestaffeln Stundenlang nach dem vermissten Partner gesucht. Rettungsschiffe und Hubschrauber mit Wärmebildkameras wurden hinzu gezogen. Doch der Mann und der Hund waren nicht zu entdecken. Das traurige Ende der Suche kam gegen Abend. Die Rettungskräfte entdeckten den Mann weit entfernt von der Stelle, wo seine Frau gefunden wurde, auf einer Sandbank. Dort lag nur noch der leblose Körper. Von dem Hund bisher noch keine Spur. Was die Rettungskräfte sich jedoch nicht erklären konnten ist, dass das Unglück offenbar bei ablaufenden Wasser stattfand, denn Hochwasser war gegen Mittag. 

Zweite Rettung in kurzer Entfernung 

Während der Suche nach dem vermissten Bonner kam ein weiterer Notruf bei den Rettungskräften. Nur etwa zwei Kilometer südlich der Unglücksstelle war ebenfalls eine Person durch die ablaufende Nordsee eingeschlossen worden. Sie konnte durch eine Hubschrauberbesatzung gerettet werden. Jedes Jahr geschehen immer wieder derartige Unglücke durch Wattwanderungen in der Nordsee. Es wird daher immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Personen ohne Kenntnis über die Gezeiten und Gefahren einer Wattwanderung sich unbedingt an ortskundige Wanderführer halten sollten. Diese bieten nahezu täglich Wanderungen im Watt an und die Wanderer haben dann ein deutliches Stück mehr Sicherheit.

 

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