Eine unterschätzte Gefahr für den Menschen – Der Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch

EichenprozessionsspinnerÜberwiegend war der Lebensraum dieser kleinen Raupen in der südlichen Hälfte der Republik. Seit Mitte der 90er Jahre nimmt die Ausdehnung des Eichenprozessionsspinners jedoch bundesweit bedrohliche Ausmaße an. Die Wirkung des Toxins in seinen kleinen feinen Haaren kann für den Menschen oft lebensbedrohlich werden.

Bei Spaziergängern, Joggern oder auch spielenden Kindern können die giftigen Brennhaare schmerzhafte Entzündungen oder extrem juckende Hautausschläge auslösen.

Im Mai beginnt die Gefahr

Der Name dieser kleinen Raupen führt darauf zurück, dass sie sich hauptsächlich auf Eichen niederlassen um dort ihre Gespinste anzulegen. Manchmal begnügen sie sich jedoch auch mit anderen Baumarten, wie beispielsweise der Hainbuche. Befallen werden meist allein stehende Bäume in an Waldrändern, in Alleen oder Parks. Im Mai beginnen die Raupen zu schlüpfen und nach der dritten Häutung, die Mitte Mai bis Mitte Juni stattfindet, erhalten die Eichenprozessionsspinner ihre giftigen Haare.

Bei Entdeckung ist höchste Vorsicht angesagt

Die kleinen hohlen Haare sind äußerst zerbrechlich und können, vom Wind getragen, weite Strecken zurück legen. Das Toxin Thaumetopoein befindet sich in den Haaren, die zusätzlich noch mit Widerhaken bestückt sind. Bei einem Kontakt kommt es zu besagten Hautausschlägen, die erst nach Wochen beginnen abzuschwellen. Werden die feinen Haare eingeatmet oder kommen sie in die Augen, kann es zu starken Entzündungen kommen. Bei einem weiteren Kontakt kann es beim Menschen zu allergischen Schocks und Atemnot führen. Auch bereits verlassene Gespinstnester sind noch gefährlich, da die Toxine noch bis zu fünf Jahre wirksam bleiben.

EPS AusschlagDarauf sollten Sie achten

Nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner darf man keinesfalls die Kleidung im Haus oder in der Wohnung ausziehen, da die giftigen Haare sich dort festsetzen. Gründliches Duschen und Waschen der eigenen Haare ist unabdingbar. Achten Sie darauf, dass das Wasser dabei nicht in die Augen kommt. Begeben sie sich zu einem Arzt. Die Ausschläge können durch Kortison und Antihistaminika behandelt werden. Hunde- und Katzenbesitzern sollte bewusst sein, dass die Haustiere natürlich auch die giftigen Haare ins Haus tragen können und entsprechend darauf achten.

 

Wie Delphine sich Namen geben können Sie HIER erfahren. 

Bildquelle: www.apotheken-umschau.de

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