Wieder Pferde in Brekendorf beschlagnahmt - Reitverein steht vor dem Aus

KoppelAm Donnerstag dem 30.01.2014 wurden bei dem Reit- und Fahrverein in Brekendorf 57 Pferde beschlagnahmt. Der Verdacht: Tierquälerei. Nachdem der Vereinsvorsitzende Arno Krause den ersten Schock verdaut hat, kam die Staatsanwaltschaft am vergangenen Mittwoch nochmal auf das Vereinsgelände. Es wurden weitere drei Pferde beschlagnahmt, die dem beschuldigten Kahlke gehören sollen. Nun hat Kahlke auf einer Mitgliederversammlung seinen Rücktritt als stellvertretender Vorsitzender angeboten um den Verein vor weiteren Schaden zu schützen.

 

Staatsanwaltschaft bleibt hart

Der stellvertretende Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Brekendorf behauptet jedoch seit 2009 kein Pferd mehr in seinem Besitz gehabt zu haben. Die neuerlich beschlagnahmten Tiere seien Eigentum eines Bekannten. Offenbar knüpft die zuständige Staatsanwältin, Dr. Maya Schönfeld, eine Rückkehr der Pferde nach Brekendorf an eine Bedingung. Kahlke dürfe dort nicht mehr für die Versorgung der Tiere verantwortlich sein. Einer Halterin aus Lottorf, die ihr Pferd als "Einsteller" bei dem Verein in Brekendorf untergebracht hat, hatte Schönfeld wohl auch unmissverständlich klar gemacht, dass sie ihr Pferd nicht zurück bekommen werden, wenn sie weiterhin mit Kahlke zusammen arbeiten würde. Die gleiche Information habe eine weiter Halterin erhalten. Diese fühlen sich jetzt von der Staatsanwaltschaft zu unrecht unter Druck gesetzt.

Verein droht das Aus

Der Reit- und Fahrverein in Klein Bennebek hat sich nun auf die Seiter der Brekendorfer gestellt. Thomas Hornemann, ein Vorstandsmitglied des Vereins, kennt Kahlke seit über 20 Jahren und meinte, dass er seine Verantwortung gegenüber den Pferden immer vorbildlich wahrgenommen habe. Der Vorsitzende des Brekendorfer Vereins freut sich sehr über diesen Zuspruch. Da jedoch die Einnahmen durch den Verlust der Pferde komplett weggebrochen sind, fehlen dem Verein nun Gelder um die Pacht und alle anderen anfallenden Kosten zu begleichen. Deshalb hat er nun alle dazu aufgefordert, dem Verein Geld zu spenden, damit die Pacht für die Zukunft gesichert sei. Weiterhin stellt sich jedoch noch immer die Frage, ob die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmung ohne rechtliche Grundlage vorgenommen habe, oder ob der Schutz der Tiere vor unsachgemäßer Haltung wirklich von Nöten war oder ist.

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