Verdienstfalle Nebenjob - Vorsicht bei Arbeit auf Probe

NebenjobTausende von Menschen sind täglich auf der Suche nach einer Nebenbeschäftigung, weil das normale einkommen einfach nicht ausreicht. Oft sind es die Gastronomiebetriebe bei denen es sich lohnt, nebenbei zu arbeiten, weil der Zeitfaktor auch eine große Rolle spielt, aber auch andere Betriebe, wie beispielsweise eine Pension für Pferde haben einen Weg gefunden, an Arbeitskräfte zu kommen, die ohne Bezahlung arbeiten. Ein Test gab Gewissheit.

 

Probearbeiten zum Nulltarif

Den Firmen ist offensichtlich klar geworden, dass viele Menschen gerne nebenbei etwas dazu verdienen möchten. Da ist das Probearbeiten zu einem willkommenen Mittel geworden. Den Bewerbern wird erklärt, dass man vorerst prüfen muss, ob der Bewerber überhaupt für die Stelle geeignet wäre. In den meisten Fällen wird für die Probearbeit nichts gezahlt. Schließlich ist der/die Bewerber/in ja nicht vom Fach. In der Hoffnung auf eine spätere Anstellung gehen die meisten Bewerber auf das Probearbeiten ein. Meist ist es jedoch nicht nur ein oder zwei Tage oft sind es bis zu zwei Wochen, wo der Bewerber "auf die Probe gestellt" wird.

Eine Woche Pferdemisten

In einer Reitpension bewarb sich eine Testerin. Sie hat selbst Pferde und das wäre keine große Veränderung in den Arbeitsabläufen. Was jedoch auf sie zu kam, war nahezu unglaublich. Ganze 26 Pferdeboxen mussten täglich in einem Zeitfenster von fünf Stunden gereinigt und wieder neu eingestreut werden. Die Arbeiten wurden, trotz Blasen an den Händen, für eine Woche und ohne Bezahlung durchgeführt. Nach einer Woche fragte sie bei dem Eigentümer nach, ob er mit ihrer Arbeit zufrieden sei. Er meinte nur, dass sie die Arbeiten nicht ordentlich und sauber ausgeführt und versagte ihr die Festanstellung.

Kellnern auf Trinkgeld

Ein Gastronmiebetrieb in Schleswig-Holstein hat sich diese Methode Personalkosten zu sparen zum Hobby gemacht. Auch hier sollte ein Probearbeiten für Sicherheit der Pateien sorgen. Hier waren es dann zwei Wochen mit täglich nahezu neun Stunden Bedienen, Laufen, Abräumen und Vorspülen. Auch hier wurde dem Bewerber keine Vergütung zugesagt. Schließlich müsse die Chefin ja ständig überprüfen, ob der Bewerber alles richtig mache. Zur Überraschung kam nach der Probearbeit ein Angebot auf eine Anstellung. Dienstags bis Samstags von 17:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Die Anstellung wäre auf geringfügiger Basis mit 450,- Euro monatlicher Vergütung. Auf die Nachfrage, dass es doch viel zu viele Stunden für eine geringfügige Basis sei, wurde nur geantwortet, dass die Meldungen für die Minijobzentrale im gesetzlichen Rahmen erfolgen. Auch die berechtigte Bemerkung des Bewerbers wegen der Vergütung von etwas mehr als drei Euro pro Stunde wurde mit der Begründung abgewehrt, dass ja schließlich das Trinkgeld den Stundenlohn um durchschnittlich sechs Euro pro Stunde erhöhen würde.

Dreiste Abzocke

Sicherlich sind diese Bespiele nicht die Regel. Jedoch sollte jede/r Bewerber/in wachsam sein, wenn es darum geht, mehr als drei Tage kostenfrei auf Probe zu arbeiten. Diese Grenze sollte nicht überschritten werden. Auf eine Bezahlung der Probearbeit kann man nicht bestehen, jedoch sind seriöse Firmen meist gerne bereit für die Probearbeit eine gewisse Pauschalvergütung zu zahlen. Sollten der Chef oder die Chefin nach den drei Tagen auf weitere Tage bestehen, weil sie sich noch nicht sicher sind, sagen Sie auf Wiedersehen.

Bildquelle: blogsheet.info

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