Fahrverbot für Kleinkriminelle – Führerschein Entzug nach Diebstahl und Co.

Lappen weg für KleinkriminelleSowohl die Union als auch die SPD wollen laut Berichten aus den Medien eine neue Strafe bei kleineren Delikten einführen. So soll eine Führerscheinsperre, die Autofahrer besonders hart trifft als neue, eigenständige Sanktion im Jugend- und Erwachsenenstrafrecht eingeführt werden. Diese Sanktion soll da eingesetzt werden, wo Geldstrafen als Sanktion nicht mehr ausreichen oder Gefängnisstrafen zur Bewährung nicht als wirkliche Bestrafung wahrgenommen würden. Mit dem Eingriff in die Mobilität der Straftäter, durch den Führerscheinentzug,  soll eine wirksame Sanktion geschaffen werden, die zum Nachdenken anregt.

Führerscheinentzug – Strafe mit belehrendem Charakter

 

 

Bislang ist es so geregelt, dass das Sanktionsmittel Führerscheinentzug nur dann eingesetzt wird, wenn es um Straftaten geht bei denen im Zusammenhang mit der Straftat ein Kraftfahrzeug verwendet wurde oder es um die Verletzung der Fahrzeugführer Pflichten geht. Gerade junge Straftäter, die erst seit kurzem in den Genuss der Mobilität kommen die eine Fahrerlaubnis mit sich bringt, sollen durch diese Sanktion zum Nachdenken angeregt werden.  Man sieht in dem Führerscheinentzug auch bei kleineren Straftaten eine Möglichkeit, kriminelle Karrieren bereits in der Entstehung zu Verhindern.

Schon jetzt werden die Kritiken laut

Bereits jetzt gibt es diverse Kritiker dieses Vorhabens. Einige sprechen von einer Ungleichbehandlung, da nicht jeder Straftäter im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.  Andere sehen die Sanktion als viel zu hart, da mit dem Entzug der Fahrerlaubnis eventuell auch der Arbeitsplatz der Betroffenen bedroht sei. Andere wiederum, wie der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, loben die Idee für eine Sanktionierung dieser Art. Von der „Welt“ wurde er zitiert, dass er meine, eine solche Sanktion sei besonders bei jungen Menschen, bei denen das Führen eines Fahrzeugs zugleich ein Statussymbol sei, Eindruck machen könnte.

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