Unfall-Falle unbeschrankter Bahnübergang – sind Unachtsamkeit und mangelnde Ausbildung die Gründe

Andreaskreuz am BahnübergangImmer wieder passieren an unbeschrankten Bahnübergängen schwere und sogar tödliche Unfälle. Doch worin liegen die Gründe für diese Unfälle. Ist es einfach Unachtsamkeit der Fahrzeugführer oder eine mangelnde Ausbildung während des Führerscheinerwerbs. Oftmals geben Unfallbeteiligte an, das Sie Lichtsignale an den Bahnübergängen wegen Sonneneinstrahlung nicht haben wahrnehmen können. Aber wie heisst es doch so schön während der Führerscheinausbildung, man hat sich vorsichtig an beschrankte oder unbeschrankte Bahnübergänge anzunähern. Zudem bekommt man die Empfehlung, sich nicht allein auf die Lichtzeichenanlagen zu verlassen, sondern sich zudem von einer freien Strecke zu überzeugen. Das Vorschriftzeichen 201 (Andreaskreuz) weist darauf hin, das man sich dem Bahnübergang nähert und dem Schienenverkehr unbedingt Vorrang zu gewähren hat. Diese Zeichen steht mindesten 2,25 Meter von der ersten Schiene entfernt. So hat der Fahrzeugführer, bei langsamen herantasten an den Bahnübergang genügend Spielraum, sich von der freien Strecke überzeugen zu können.

Andreaskreuze weisen auf Bahnübergänge hin – ab hier sollte man Vorsicht walten lassen

 

Andreaskreuze stehen sowohl an durch Lichtzeichen geregelten Bahnübergängen, als auch an beschrankten Bahnübergängen. Ebenso weisen die Andreaskreuze an unbeschrankten Bahnübergängen auf die Gefahrenquellen hin und regeln den Vorrang des Schienenverkehrs. Auch wenn in einem Grundsatzurteil eines bayerischen Gerichts angegeben wird, das man sich bei nicht Aufleuchten der Lichtzeichen an einem Bahnübergang mit Lichtsignalanlage, darauf verlassen können soll, dass sich kein Zug dem Bahnübergang nähert, empfiehlt es sich, sich vorsichtig dem Bahnübergang anzunähern. So kann auch vermieden werden, dass man ein Lichtsignal übersieht oder durch Blendwirkung nicht wahrnimmt.  Sicherlich ist für viele Fahrzeugführer, die in Ihrer Region kaum auf Bahnübergänge treffen (Städter), der Bahnübergang ein besonderes Hindernis, das sie unsicher machen kann. Auch hier liegt die Gefahr, dass man sich fehlerhaft verhält und es zu einer gefährlichen Situation kommen kann. Auch hier könnte eine Erklärung dafür zu finden sein, warum es zu solch schweren Unfällen wie dem in Bayern, bei dem es 13 Verletzte zu beklagen gab, kommen kann.

§19 der StVO regelt das Verhalten an Bahnübergängen

Die genauen Bestimmungen zu den Vorschriften betreffs des Verhaltens an Bahnbergängen regelt die StVO (Strassenverkehrs Ordnung) im § 19. Hier werden die Bestimmungen zu allen drei Arten der Bahnübergänge aufgeführt. Für manch einen Fahrzeugführer finden sich hier sicherlich Hinweise die er seit langem nicht mehr gehört. Die Inhalte zum § 19 der StVO finden sich beispielsweise auf der Webseite Verkehrsportal.de. Hier kann man die Informationen zum Verhalten an Bahnübergängen noch einmal auffrischen. Für mich gilt generell, gerade an Bahnübergängen Vorsicht walten lassen. Auch wenn ich hinterher im Recht gewesen wäre, gibt mir niemand mein Leben zurück, wenn es wieder erwarten zu einer Kollision mit einem Zug kommt. 

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