Nur nichts sagen – Wenn Banken um Milliarden kämpfen

GeldscheineWie der Bundesgerichtshof im Oktober diesen Jahres entschied, sind die Bearbeitungsgebühren, die von den Kunden für Kredite gezahlt worden sind unzulässig. Bis Ende diesen Jahres verjähren bereits die ersten, aus diesem Urteil, rechtmäßigen Forderungen der Kunden und diese gehen leer aus. Die Devise der Banken: „ Nur nicht großartig darüber reden“.

 

Banken wehren sich mit „Argumenten“

Der Name macht laut BGH nicht den Unterschied. Die eine Bank nennt es Bearbeitungsgebühr, die Andere einen Individualbeitrag. Hier Spielt die Bezeichnung der Gebühr keine Rolle. Auch die Verjährungsfristen wurden durch den BGH festgelegt. In der Regel verjähren Forderungen aus derartigen Kreditgeschäften nach drei Jahren. Nach der Entscheidung wurde die Verjährungsfrist jedoch auf 10 Jahre ausgedehnt. Das bedeutet schnelles Handeln bei Verträgen die Ende 2004 mit den Banken geschlossen wurden.

Fristen für die Forderungsanmeldung

Grundsätzlich gilt eine Tag genaue Verjährungsfrist. Das heißt, dass Kredit-Verträge, die vor dem 26.11.2004 mit den Banken geschlossen wurden, bereits verjährt sind und die Banken nicht mehr zur Rückzahlung der unberechtigten Bearbeitungsgebühr verpflichtet sind.

Für Kredit-Verträge, die zwischen 2005 und 2011 geschlossen wurden, müssen die Kunden ihre Ansprüche bis zum Ende diesen Jahres geltend machen.

Bei Verträgen, die zwischen 2012 und 2014 geschlossen wurden ist die Verjährung am 01.01.2016 eingetreten und die Forderungen aus Verträgen von 2013 sind am 01.01.2017 verjährt.

Wie mache ich die Forderung geltend?

Die Verbraucherzentralen und auch die Stiftung Warentest haben zu diesem Thema Formulare zum Download bereit gestellt. Wer dennoch bei seiner Bank keine Rückzahlung der Gebühren oder ein Ablehnungsschreiben erhält, sollte schnell handeln und sich entsprechende rechtliche Beratung einholen.  

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