„Sylt-Shuttle“ soll Konkurrenz bekommen

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister, Reinhard Meyer, lässt derzeit prüfen, die Autozugverbindung von Niebüll nach Westerland auf Sylt für andere Unternehmen zu öffnen. So wird weiter ernsthaft geprüft, ob die stillgelegten Gleise von Flensburg auf die Nordsee-Insel wieder reaktiviert werden sollen.

 

Grünen beklagen Politik der Bahn

Nahezu eine Million Fahrzeuge werden derzeit jährlich über die Verbindung Niebüll nach Westerland durch die Bahn transportiert. Insider Sprechen von jährlich 60 Millionen Euro, die dadurch erwirtschaftet werden. Der Verkehrsexperte der Grünen, Andreas Tietze, beklagt jedoch, dass die Bahn viel zu wenig in die (teils noch eingleisige) Strecke investiert. Tietze fordert daher eine Liberalisierung und die Aufhebung des letztem Monopols und Freigabe der lukrativen Verbindung für die Mitbewerber.

Neue Verbindung von Flensburg

Meyer spricht hier jedoch von einem „mittelfristigem Projekt“, dass wohl erst in Zehn Jahren realisiert werden könne. Noch seien hier einige Fragen zu klären. Für die Reisenden hätte diese neue Verbindung jedoch Vorteile. Durch die Liberalisierung können die Urlauber wohl mit günstigeren Preisen rechnen und weiter bräuchten sie nicht mehr die Landstraßen bis zum Autozug nach Niebüll nutzen, sondern direkt von der Autobahn auf den Autozug verladen werden. Jedoch befürchten sie Sylter hingegen, dass durch die Liberalisierung weit aus mehr Fahrzeuge auf die Insel kommen und den Inselverkehr zusehends erhöhen würden.

 

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