Durchbruch im Kampf gegen den Krebs

KrebszellenDie 50-jährige Stacy Erholtz aus dem US-Bundesstaat Minnesota war an einem multiplen Myelom erkrankt. Eine der vielen tödlichen Krebserkrankungen. Sie greift das Knochenmark an und verbreitet sich rasant schnell im Körper. Schon nach kurzer Zeit war auch Stacy´s Körper mit Metastasen überwuchert. Sogar auf ihrer Stirn bildete sich ein Tumor. Jetzt ist die Frau frei von Krebs und geht regelmäßig zur Nachsorge.

 

Wissenschaftler boten Stacy einen Rettungsversuch an

Die Wissenschaftler der Mayo Clinic im US-Bundesstaat Minnesota boten Stacy einen Versuch an. Wie die jüngsten Forschungen zeigten, schien der genetisch veränderte Masern-Virus eine effektive Waffe gegen den Krebs zu sein. Stacy zögerte nicht und ließ den klinischen Versuch zu. Ihr wurden 100 Milliarden Masern-Viren gespritzt. Eine Dosis die als Impfstoff für mehr als acht Millionen Menschen zu versorgen. Bereits nach wenigen Minuten zeigte die Dosis Wirkung. Sie bekam rasende Kopfschmerzen, hohes Fieber und übergab sich. Nach etwa 36 Stunden teilte sie dem Mediziner Stephen Russel mit, dass der Tumor auf ihrer Stirn beginne zu schrumpfen. Nach wenigen Wochen war der Tumor samt aller weiteren Metastasen aus ihrem Körper verschwunden. Nun gilt Stacy als Krebsfrei.

Masern-Viren werden umgebaut

Klar ist, dass Viren eigentlich zu unseren Feinden gehören. In den Masern-Viren wurde jedoch ein bestimmtes Gen eingebaut, welches die aggressiven Krebszellen dazu bringt, einen „biochemischen Selbstmord“ zu begehen. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, die Masern-Viren derart zu manipulieren, dass sie nur die Krebszellen und nicht auch gesundes Gewebe befallen. Wie Professor Dr. Chrisian Buchholz vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen mitteilte platzen die befallenen Tumorzellen und setzen massenhaft neue Viren im Tumor frei. Professor Dr. Ulrich Lauer, der am Universitätsklinikum in Tübingen eben falls an der Forschung maßgeblich beteiligt ist stellte fest, dass die Therapie auch dort Erfolge aufweist, wo Bestrahlungstherapien bereits versagten. Lauer behandelt in Tübingen seit längerer Zeit Patienten, die an inoperablem Bauchfellkrebs leiden. Hier verwendet er Pocken-Viren, die vorab genetisch verändert wurden.

 

Bildquelle: aertzeblatt.de

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