WM 2022 - Prunk auf Kosten toter Arbeiter

Arbeiter WM KatarDas Auftauchen neuer Dokumente belegt, die internationalen Proteste gegen die menschenunwürdigen Bedingungen auf den WM-Baustellen in Katar, lassen die Scheichs offensichtlich völlig unberührt. Weiter sterben Dutzende ausländischer Gastarbeiter auf den Baustellen. Über 185 Abeiter aus Nepal haben allein im Jahr 2013 den Tod auf den Katarischen Baustellen gefunden.

Im Auftrag der nepalesischen Regierung ist ein Komitee damit beauftragt die sterblichen Überreste der Arbeiter in ihr Heimatland zu überführen und es kommen immer wieder neue Fälle hinzu. Bei den Zahlen handelt es sich jedoch lediglich um nepalesische Arbeiter. Die Nepalesen stellen jedoch nur ein Sechstel der gesamten Arbeiterschaft für die WM in Katar dar.

Amnesty International klagt an

Die Menschenrechtsorganisation führte im vergangenen Jahr eine Untersuchung über die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Gastarbeiter durch. Sie stellten ein "alarmierendes Ausmaß an Ausbeutung bis hin zur Zwangsarbeit" fest. Weiter klagte die Organisation über katastrophale Wohn- und Arbeitsbedingungen und völlig indiskutable Hygiene-Verhältnisse, nicht ausgezahlte Gehälter und Perspektivlosigkeit für die Arbeiter. Die Gastarbeiter werden offensichtlich weiter schamlos ausgebeutet und in armseligen Behausungen eingepfercht.

FiFa wird ignoriert

Offensichtlich scheinen sich die Scheichs nicht wirklich für die Forderungen der FiFa zu interessieren. Weiter stellt sich die Frage, warum diese Millardäre nicht dazu in der Lage sind, für die Arbeiter angemessene Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen. Ist es den Scheichs denn einfach nur egal, was mit den Arbeitern auf den Baustellen geschieht? Man kann sich bereits jetzt die Eröffnungsfeier im Jahr 2022 vorstellen. Die Show wird an diesem Tag wohl nicht zu überbieten sein. Sicher werden die Darbietungen zur Eröffnung auch einige Millionen verschlingen, aber da wurde ja im Vorweg fleissig für gespart und über die vielen gestorbenen Arbeiter wird an diesem Tag wohl Niemand mehr sprechen.

Bildquelle: faz.net

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