Die Deiche haben den Sturmfluten stand gehalten – Es gibt da nur ein Problem

SturmflutÜber 200 Millionen sollen die Modernisierung der Deiche bereits verschlungen haben, jedoch gibt es da ein Problem. Sie werden den Zukünftigen Sturmfluten nicht mehr standhalten können. Die gute Vorbereitung auf „Xaver“ lässt die Tendenz vergessen.

Die legendäre Sturmflut von 1962 war an Dramatik schon kaum zu überbieten. Das damalige Hochwasser wurde durch das Sturmtief „Xaver“ jedoch deutlich überboten. Durch die Vorbereitungen, die getroffen wurden, sind die Folgen des Hochwassers jedoch in keiner Weise so dramatisch, wie die damalige Sturmflut.

Anzahl der Stürme wird zunehmen

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Problem. Hier wurde in einem Zeitraum von 1980 bis 2010 wie häufig die Stürme auf unsere Küsten treffen. In Norddeutschland sind es 23 Sturmtage pro Jahr, Hamburg hat durchschnittlich 28 und Helgoland muss jährlich 126 Sturmtage mit Windstärken von mehr als acht leben. Nach Mitteilung des Instituts deuten jedoch alle regionalen Klimaszenarien auf eine Steigerung der Anzahl der Stürme um bis zu 20 Prozent hin.

Deiche müssen weiterentwickelt werden

Weiter teilte das Institut mit, dass Klimarechnungen für die Zukunft darauf hinweisen, dass Nordseestürme nicht nur häufiger sondern auch deutlich stärker werden können. Auch die Gefahr einer Zunahme der Geschwindigkeiten kann bis zum Ende des 20. Jahrhunderts um 13 Prozent zunehmen. Durch den Anstieg des Meeresspiegels können die Sturmfluten bis zu 110 Zentimeter höher ausfallen als die bisherigen.

Superdeiche reichen – noch

Derzeit sind die Deiche, wie das aktuelle Sturmtief „Xaver“ zeigte, den Sturmfluten gewachsen. Die meisten Deiche können eine Steigerung bis zu einem Meter standhalten. Sollte der Pegel allerdings wie befürchtet, weiter als normal ansteigen wäre die Katastrophe da. Hier gilt es in den nächsten Jahren den Küstenschutz immer weiter anzupassen um den Sturmfluten der Zukunft gewachsen zu sein. Auch den Küstenbewohnern muss das Sturmflutrisiko bewusster gemacht werden, damit sie ihre Lebensbereich vor möglichen Beeinträchtigungen weiterhin schützen können.

 

Bildquelle: schleswig-holstein.de

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