US-Forscher machen der ganzen Welt Hoffnung im Kampf gegen Leukämie

LeukaemieDie Ärzte rechneten damit, dass die Organe der achtjährigen Emily Whitehead aus den USA innerhalb weniger Tage versagen würden. Alle waren der Verzweiflung nahe. Jetzt, nahezu zwei Jahre später, sind keinerlei Krebszellen mehr in ihrem Körper zu finden.

Emily war das erste Kind, bei dem die Gentherapie angewandt wurde. Doug Olson litt mit seinen 67 Jahren seit 1996 an Leukämie. Auch er erhielt die neuartige Therapie. Schon nach einem Monat war er in vollständiger Remission (Heilung). Im Januar diesen Jahres lief er seinen ersten Halbmarathon.

„Lebendes Medikament“ kämpft

Die Ärzte entnehmen dem Patienten aus seinem Blut Millionen weißer Blutzellen. Die sogenannten T-Zellen werden im Labor herausgefiltert und ihnen wird ein Gen zugefügt, welches  die Krebszellen attackiert. Dann werden die veränderten Zellen dem Körper in Form einer Infusion über drei Tage wieder zugeführt. Diese Zellen vermehrten sich im Körper zu einer wahren Armee, die dann den Krebs mit aller Macht bekämpft.

Therapie deutlich günstiger

Nur wenn die Patienten in Lebensgefahr waren, erhielten sie diese Therapie, weil andere Behandlungen nicht angeschlagen haben. Die Therapie muss individuell auf den Patienten zugeschnitten werden. Die Laborkosten dafür belaufen sich auf etwa 18.000 Euro. Ein hoher Preis, jedoch im Vergleich zur den Mengen an Medikamenten, die ein Patient in dieser Zeit zunehmen muss doch weitaus günstiger.

Heilungsquote nicht 100 Prozent

An der Universität in Pennsylvania wurden bislang 59 Patienten behandelt. Von den ersten 14 Patienten mit Leukämie erreichten vier eine vollständige Remission. Vier von ihnen eine Teilremission. Bei den restlichen sechs Patienten schlug die Therapie noch nicht an. Bei der Behandlung können auch grippeähnliche Symptome auftreten. Die Nebenwirkungen sind jedoch nicht von Dauer und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Trotz der Quote gilt diese Entdeckung als ein Meilenstein in der Forschung gegen den Krebs.

 

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