Das Nadelöhr der A7 steht vor großen Problemen - Der Rader Hochbrücke droht der Einsturz

Quelle WikipediaFestgestellt wurde, dass einige der 28 Stützpfeiler im Laufe der Zeit und durch die Mehrbelastung des Verkehrs marode geworden sind. Wird hier nicht schnell eingeschritten, droht der Einsturz der Rader Hochbrücke, auch Europabrücke genannt.

Als Sofortmaßnahme wurde jeweils eine der zwei Fahrspuren in Richtung Norden und Süden gesperrt. LKW mit einem Gewicht ab 7,5 Tonnen dürfen die Hochbrücke überhaupt nicht mehr überqueren. Auf den Ausweichstrecken B5 und A23 herrscht bereits jetzt Chaos. 

Mit der Sanierung wird bereits begonnen 

Es wurden bereits zwei Kräne an der Brücke aufgebaut, damit die Sanierungsarbeiten in 40 Meter Höhe schnell beginnen können. Bisher wurde an fünf der 28 Pfeiler Mängel festgestellt. Wie viele noch dazu kommen ist noch ungewiss. Um ganz sicher zu gehen werden wahrscheinlich alle 28 Pfeiler saniert. Es werden Schläuche an die Pfeiler montiert. Durch diese soll dann frischer Beton in die Bruchstellen der Pfeiler gepumpt werden und zusätzlich werden noch Stahlmäntel an die Pfeiler gebaut die für mehr Stabilität sorgen sollen. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich bis Ende des Jahres andauern. 

Uneinsichtige LKW-Fahrer können zur Bedrohung werden 

Schon jetzt ist die Autobahnpolizei nahezu rund um die Uhr im Einsatz um die LKW auf die Ausweichstrecken um zu leiten. Trotzdem schlüpfen immer wieder Fahrer durch das Netz, die das Fahrverbot über die Brücke einfach ignorieren um Kosten und Zeit zu sparen. Diese werden nun zukünftig mit harten Strafen belegt. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister, Reinhard Meyer (SPD), warnte vor den Folgen der Nichteinhaltung des Fahrverbots für die Schwerlastfahrer. Sollten diese sich nicht an das Verbot halten, drohe eine komplette Sperrung der Nord- Ostsee-Kanal Überquerung. 

Spediteure klagen über enorme Folgekosten 

Zwei Gründe für die Nichteinhaltung des Verbots sind Kosten und Zeit. Hans- Peter Carstensen von der Spedition Carstensen in Flensburg macht sich hierüber große Sorgen. Die Spediteure vereinbaren mit den Firmen zumeist Festpreise und Just in Time Lieferungen. Sollten diese nun wegen des Fahrverbots nicht eingehalten werden können, drohen den Firmen Vertragsstrafen. 

Folgekosten auch für die Ausweichstrecken 

Die Ausweichstrecken B5 und A23 sind nicht ausgerichtet für einen derartigen Anstieg der Verkehrsbelastung. Die Frage die sich hier stellt ist, wie lange halten diese Strecken die Mehrbelastung aus und wie hoch sind dann dort die weiteren Sanierungskosten? Auch die Kleinstädte und Gemeinden durch die die Straßen führen werden mindestens bis zum Jahresende mit der Mehrbelastung leben müssen...

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